Home Tipps und Infos   Freitag, 08. August 2008  
Anzeige motoso.de: Marktplatz für Kfz-Teile und Tuning
Tipps und Infos
Hier findest du hilfreiche Tipps und Infos zum Polo9N/9N3!


Long Life
Infos zur im Polo "verbauten" Wartungsintervall-Verlängerung (WIV).

Was ist LongLife Service ?
Damit ist gemeint, dass die Wartungsintervalle nicht mehr fest nach Serviceplan z.b. alle 15.000 km vorgegeben sind, sondern sich nach der Beanspruchung des Fahrzeuges flexibel ergeben und sich dadurch verlängern. Daher spricht man auch von Wartungsintervall-Verlängerung (WIV).

Die Motorelektronik im Fahrzeug ermittelt laufend aus den aktuellen Einsatzbedingungen, Lastdaten, Fahrweise und den vielen Sensoren ein Verschleißprofil für das Motoröl und berechnet daraus die Restfahrstrecke bis zum nächst erforderlichen Ölwechsel uns zeigt diese als Vorwarnung bei einer Reststrecke von ca. 3.000 km in der Schalttafel an.

Der Vorteil ist, dass man bei ausgeglichener und schonender Fahrweise deutlich länger mit dem Motoröl fahren kann und nicht bei einem festen Intervall wechseln muss. Da aber nicht nur das Öl länger halten muss, sind auch andere Komponenten auf das verlängerte Intervall von 2 Jahre ausgelegt: Eine LongLife-Starterbatterie und eine Bremsbelag-Verschleißanzeige.

Welche Intervalle sind erreichbar ?
Bei ökonomischer Fahrweise kann ein Wartungsintervall von 2 Jahren erzielt werden oder 30.000 km beim Benzinmotor bzw. 30.000 / 35.000 / 50.000 km beim Diesel - je nach Modell. Bitte evtl. Änderungen durch Modellpflege beachten.

LongLife-Inspektion bereits nach 15.000km oder weniger als 2 Jahren fällig? Ja, bei hohem Anteil an Kurzstreckenfahrten oder starker Beanspruchung werden die maximalen Werte bei weitem nicht erreicht. Das minimale Wartungsintervall beträgt 15.000km oder 1 Jahr.

Funktioniert LongLife mit jedem Modell ?
Nein, dazu sind werkseitig umfangreiche technische Voraussetzungen erforderlich, die man nicht nachrüsten kann. Außerdem muss ein neues - speziell dafür entwickeltes Hochleistungsöl - das so genannte LongLife Öl - eingesetzt werden. Ob Ihr Fahrzeug dafür geeignet ist erkennen Sie an der PR-Nummer QG1 auf dem Datenträger.



Wie funktioniert die Berechnung der Restfahrstrecke beim Benziner ?
Zur Berechnung des Serviceintervalls - also der Ermittlung der erreichbaren Fahrstrecke bis zum Ölwechselservice - wird in jeder Zündung-EIN Phase die jeweils in 3 Sekunden zurückgelegte Fahrtstrecke mit dem während der gleichen Zeit summierten verbrauchten Kraftstoff und dem dabei durchlaufendem Öltemperaturprofil bewertet.

Daraus ergibt sich ein Verschleiß des Motors durch thermische Belastung. Über diesen Wert wird an Hand von hinterlegten Erfahrungswerten die Restfahrstrecke bis zum notwendigen Service ermittelt.

Die nachfolgende Systemübersicht zeigt in vereinfachender Form das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten im Fahrzeug, die für die Wartungsintervall-Verlängerung genutzt werden.
   
Eingangssignal: Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
 
  • Zeitfaktor "t"
  • Thermogeber für Ölstand
  • Kraftstoffverbrauchsignal
  • Geber f. Geschwindgigkeitsmesser
  • Motorhaubenkontakt
  • Bremswächter
Ausgangssignal: Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
 
  • Anzeigeeinheit
  • Kontrollampe für Öldruck
  • Kontrollampe für Bremsenverschleiß



Wie funktioniert die Berechnung der Restfahrstrecke beim Diesel ?
Durch Vergleich von Motordrehzahl und Öltemperatur mit dem im Motorsteuergerät hinterlegtem Kennfeld 'Öl' wird ein Fahrstreckenvergleichswert in Metern gebildet. Fahren Sie also real 10km mit kaltem Öl und hoher Drehzahl, so werden Ihnen z.B. 40km 'abgebucht' um den höheren Verschleiß in der Bilanz zu berichtigen.

Analog erfolgt der Vergleich von Motordrehzahl und Motorlast mit dem im Motorsteuergerät hinterlegtem Kennfeld 'Ruß'. Daraus wird ein Fahrstreckenvergleichswert 'Russbelastung' gebildet, der ebenfall in die Fahrstrecken-Bilanz eingehen wird. Diese beiden Fahrstreckenvergleichswerte und die reale Fahrstrecke werden als 3 Größen im Motorsteuergerät laufend getrennt voneinander aufaddiert.

Nun berechnet das Motorsteuergerät aus den 3 Werten und dem Zeittakt von 1 Sekunde die Restfahrstrecke bis zum nächsten fälligen Service.
Die nachfolgende Systemübersicht zeigt in vereinfachender Form das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten im Fahrzeug, die für die Wartungsintervall-Verlängerung genutzt werden.
   
Eingangssignal: Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
 
  • Zeitfaktor "t"
  • Thermogeber für Ölstand
  • Kraftstoffverbrauchsignal
  • Geber f. Geschwindgigkeitsmesser
  • Motorhaubenkontakt
  • Bremswächter
  • über Steuergerät für Dieseldirekteinspritzanlage per CAN
    • Geber für Nadelhub (Verbrauchssignal)
    • Geber für Motordrehzahl
Ausgangssignal: Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
 
  • Anzeigeeinheit
  • Kontrollampe für Öldruck
  • Kontrollampe für Bremsenverschleiß



Die erforderliche Technik im Auto
 
Thermogeber für Ölstand
Wussten Sie schon, dass der Ölstand thermoelektrisch gemessen wird ? In dem Thermogeber sind viele Messelemente übereinander angeordnet. Jedes Messelement wird kurzzeitig etwas höher als die Öltemperatur aufgeheizt. Nun bewertet man die Zeit bis zum Abkühlen des Fühlers.

Ist die Abkühlzeit kurz, geht man davon aus, dass umgebenes Öl die Messstelle benetzt und diese auf Öltemperatur runterkühlt - der Ölstand hätte dann das Niveau der Messstelle erreicht. Dauert die Abkühlung zu lange, ist die Messstelle wohl 'trocken' ( da Luft ein schlechter Wärmeabnehmer ist) und es liegt eine Unterbefüllung vor.

Achtung: Wird das Merkmal LongLife wegen Umstellung auf feste Wartungsintervalle deaktiviert, wird die Ölstandssensisierung ebenfalls deaktiviert . Dann müssen Sie den Ölstand künftig mit dem Ölpeilstab prüfen !!

 
Motorhaubenkontakt
Wird nach aktivierter Ölstandswarnung die Motorhaube geöffnet, nimmt die Elektronik an, dass Motoröl nachgefüllt wurde und löscht die Warnung.

Sollte kein Öl nachgefüllt worden sein, erkennt die Elektronik dieses nach 100km und aktiviert die Ölstandswarnung erneut.

 
Bremsverschleißanzeige
Der Verschleiß der Bremse wird elektrisch ermittelt. Hierzu ist im Bremsbelag ein kleiner Draht eingearbeitet, der beim Erreichen der Verschleißgrenze durchscheuert.

Das wird elektrisch ausgewertet und angezeigt. Die Verschleißkontrolle erfolgt am inneren Bremsbelag des linken Vorderrades.

 
Wartungsfreie Blei-Calcium-Batterie
Mit Verlängerung der Wartungsintervalle auf bis zu 2 Jahren muss dennoch die Batterie funktionstüchtig bleiben. Deshalb ist in der technischen Aufrüstung für LongLife auch eine neue Batterie enthalten.

Neben bedeutender Gebrauchsvorteile hat die Batterie eine optische Statusanzeige (magisches Auge) das seine Farbe mit dem Ladezustand ändert.

 


Alle Angaben ohne Gewähr!
Sollte noch jemand die ein oder andere Ergänzung haben, dann immer her damit!
Einfach an uns schicken!




Polo-ID:
Klicken für Meine 9N-Seite (Polo-Nr 4063)
Quinzi Polo's Polo

Online seit April 2004

Momentan hier:
5 User
5 Gäste


MT 2008 hat gerockt - Danke an alle, die dabei waren!

unser RSS-Feed (mit Einleitung) Get Firefox! Tune it safe!

 
© 2004-2008 polo9N.info |Statistiken | Impressum |Disclaimer | Kontakt | OBD2-Diagnose | VW Polo Prospekte & Preislisten | Autoversicherungen