Tipps und Infos
Hier findest du hilfreiche Tipps und Infos zum Polo9N/9N3!
Long Life
Infos zur im Polo "verbauten" Wartungsintervall-Verlängerung (WIV).
Was ist LongLife Service ?
Damit ist gemeint, dass die Wartungsintervalle nicht mehr fest nach Serviceplan z.b. alle 15.000 km vorgegeben sind, sondern sich nach der Beanspruchung des Fahrzeuges flexibel ergeben und sich dadurch verlängern. Daher spricht man auch von Wartungsintervall-Verlängerung (WIV).
Die Motorelektronik im Fahrzeug ermittelt laufend aus den aktuellen Einsatzbedingungen, Lastdaten, Fahrweise und den vielen Sensoren ein Verschleißprofil für das Motoröl und berechnet daraus die Restfahrstrecke bis zum nächst erforderlichen Ölwechsel uns zeigt diese als Vorwarnung bei einer Reststrecke von ca. 3.000 km in der Schalttafel an.
Der Vorteil ist, dass man bei ausgeglichener und schonender Fahrweise deutlich länger mit dem Motoröl fahren kann und nicht bei einem festen Intervall wechseln muss.
Da aber nicht nur das Öl länger halten muss, sind auch andere Komponenten auf das verlängerte Intervall von 2 Jahre ausgelegt: Eine LongLife-Starterbatterie und eine Bremsbelag-Verschleißanzeige.
Welche Intervalle sind erreichbar ?
Bei ökonomischer Fahrweise kann ein Wartungsintervall von 2 Jahren erzielt werden oder 30.000 km beim Benzinmotor bzw. 30.000 / 35.000 / 50.000 km beim Diesel - je nach Modell. Bitte evtl. Änderungen durch Modellpflege beachten.
LongLife-Inspektion bereits nach 15.000km oder weniger als 2 Jahren fällig? Ja, bei hohem Anteil an Kurzstreckenfahrten oder starker Beanspruchung werden die maximalen Werte bei weitem nicht erreicht. Das minimale Wartungsintervall beträgt 15.000km oder 1 Jahr.
Funktioniert LongLife mit jedem Modell ?
Nein, dazu sind werkseitig umfangreiche technische Voraussetzungen erforderlich, die man nicht nachrüsten kann. Außerdem muss ein neues - speziell dafür entwickeltes Hochleistungsöl - das so genannte LongLife Öl - eingesetzt werden. Ob Ihr Fahrzeug dafür geeignet ist erkennen Sie an der PR-Nummer QG1 auf dem Datenträger.
Wie funktioniert die Berechnung der Restfahrstrecke
beim Benziner ?
Zur Berechnung des Serviceintervalls - also der Ermittlung
der erreichbaren Fahrstrecke bis zum Ölwechselservice - wird in jeder
Zündung-EIN Phase die jeweils in 3 Sekunden zurückgelegte Fahrtstrecke
mit dem während der gleichen Zeit summierten verbrauchten Kraftstoff
und dem dabei durchlaufendem Öltemperaturprofil bewertet.
Daraus ergibt sich ein Verschleiß des Motors durch thermische Belastung.
Über diesen Wert wird an Hand von hinterlegten Erfahrungswerten
die Restfahrstrecke bis zum notwendigen Service ermittelt.
Die nachfolgende Systemübersicht zeigt in vereinfachender Form das
Zusammenwirken der einzelnen Komponenten im Fahrzeug, die für die
Wartungsintervall-Verlängerung genutzt werden.
Eingangssignal:
Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
Zeitfaktor "t"
Thermogeber für Ölstand
Kraftstoffverbrauchsignal
Geber f. Geschwindgigkeitsmesser
Motorhaubenkontakt
Bremswächter
Ausgangssignal:
Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
Anzeigeeinheit
Kontrollampe für Öldruck
Kontrollampe für Bremsenverschleiß
Wie funktioniert die Berechnung der Restfahrstrecke
beim Diesel ?
Durch Vergleich von Motordrehzahl und Öltemperatur mit dem im Motorsteuergerät hinterlegtem Kennfeld 'Öl' wird ein Fahrstreckenvergleichswert in Metern gebildet.
Fahren Sie also real 10km mit kaltem Öl und hoher Drehzahl, so werden Ihnen z.B. 40km 'abgebucht' um den höheren Verschleiß in der Bilanz zu berichtigen.
Analog erfolgt der Vergleich von Motordrehzahl und Motorlast mit dem im Motorsteuergerät hinterlegtem Kennfeld 'Ruß'. Daraus wird ein Fahrstreckenvergleichswert 'Russbelastung' gebildet, der ebenfall in die Fahrstrecken-Bilanz eingehen wird.
Diese beiden Fahrstreckenvergleichswerte und die reale Fahrstrecke werden als 3 Größen im Motorsteuergerät laufend getrennt voneinander aufaddiert.
Nun berechnet das Motorsteuergerät aus den 3 Werten und dem Zeittakt von 1 Sekunde die Restfahrstrecke bis zum nächsten fälligen Service.
Die nachfolgende Systemübersicht zeigt in vereinfachender Form das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten im Fahrzeug, die für die Wartungsintervall-Verlängerung genutzt werden.
Eingangssignal:
Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
Zeitfaktor "t"
Thermogeber für Ölstand
Kraftstoffverbrauchsignal
Geber f. Geschwindgigkeitsmesser
Motorhaubenkontakt
Bremswächter
über Steuergerät für Dieseldirekteinspritzanlage per CAN
Geber für Nadelhub (Verbrauchssignal)
Geber für Motordrehzahl
Ausgangssignal:
Steuergerät mit Anzeigeeinheit in Schalttafeleinsatz
Anzeigeeinheit
Kontrollampe für Öldruck
Kontrollampe für Bremsenverschleiß
Die erforderliche Technik im Auto
Thermogeber für Ölstand
Wussten Sie schon, dass der Ölstand thermoelektrisch gemessen wird
? In dem Thermogeber sind viele Messelemente übereinander angeordnet.
Jedes Messelement wird kurzzeitig etwas höher als die Öltemperatur
aufgeheizt. Nun bewertet man die Zeit bis zum Abkühlen des Fühlers.
Ist die Abkühlzeit kurz, geht man davon aus, dass umgebenes Öl
die Messstelle benetzt und diese auf Öltemperatur runterkühlt
- der Ölstand hätte dann das Niveau der Messstelle erreicht. Dauert
die Abkühlung zu lange, ist die Messstelle wohl 'trocken' ( da Luft
ein schlechter Wärmeabnehmer ist) und es liegt eine Unterbefüllung
vor.
Achtung: Wird das Merkmal LongLife wegen Umstellung auf feste Wartungsintervalle
deaktiviert, wird die Ölstandssensisierung ebenfalls deaktiviert .
Dann müssen Sie den Ölstand künftig mit dem Ölpeilstab
prüfen !!
Motorhaubenkontakt
Wird nach aktivierter Ölstandswarnung die Motorhaube geöffnet,
nimmt die Elektronik an, dass Motoröl nachgefüllt wurde und löscht
die Warnung.
Sollte kein Öl nachgefüllt worden sein, erkennt die Elektronik
dieses nach 100km und aktiviert die Ölstandswarnung erneut.
Bremsverschleißanzeige
Der Verschleiß der Bremse wird elektrisch ermittelt. Hierzu ist
im Bremsbelag ein kleiner Draht eingearbeitet, der beim Erreichen der Verschleißgrenze
durchscheuert.
Das wird elektrisch ausgewertet und angezeigt.
Die Verschleißkontrolle erfolgt am inneren Bremsbelag des linken Vorderrades.
Wartungsfreie Blei-Calcium-Batterie
Mit Verlängerung der Wartungsintervalle auf bis zu 2 Jahren muss
dennoch die Batterie funktionstüchtig bleiben. Deshalb ist in der technischen
Aufrüstung für LongLife auch eine neue Batterie enthalten.
Neben
bedeutender Gebrauchsvorteile hat die Batterie eine optische Statusanzeige
(magisches Auge) das seine Farbe mit dem Ladezustand ändert.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Sollte noch jemand die ein oder andere Ergänzung haben, dann immer her damit!
Einfach an uns schicken!